Die Erhebung und Analyse von Fehlzeiten in der Berufsschule als Beitrag zur Prävention von Lehrabbrüchen

Erste Ergebnisse eines Projektes der Aktionsforschung in Oberösterreich

Autor/innen

  • Anita Weissinger-Lusenberger Pädagogische Hochschule Oberösterreich
  • Marianne Schedlberger Pädogogische Hochschule Oberösterreich
  • Karin Heinrichs Pädagogische Hochschule Oberösterreich

DOI:

https://doi.org/10.17883/pa-ho-2024-01-09

Schlagworte:

Absentismus, Fehlstunden, Ausbildungsabbruch, Berufsschule, pädagogische Diagnostik

Abstract

Lehrabbrüche sind mit zahlreichen persönlichen Nachteilen der Betroffenen und hohen Kosten für die Gesellschaft verbunden. In Österreich betrifft dies fast 16 % der Lehrlinge. So stellt sich die Frage, wie vorzeitigen Vertragslösungen in der Berufsausbildung präventiv entgegengewirkt werden kann. Ein Indikator für einen späteren Lehrabbruch ist Schulabsentismus. In diesem Fall empfiehlt die Literatur, Fehlstunden in Schulen aufzuzeichnen und Auffälligkeiten als Anlass für eine anschließende pädagogische Diagnostik zu sehen. Diese Empfehlungen wurden allerdings für Vollzeitschulen entwickelt. In der dualen Ausbildung in Österreich sind die Bedingungen des Schulbesuchs insofern abweichend als die Berufsschule einen von zwei Lernorten darstellt. Zudem besuchen die Lehrlinge die Berufsschule entweder in Teilzeit oder Blockunterricht, in Österreich vorrangig in Lehrgängen (einmal im Jahr in einem Block von 9–10 Wochen). Dieser Beitrag berichtet von einer ersten Bestandsaufnahme, wie an oberösterreichischen Berufsschulen derzeit Fehlzeiten erhoben und analysiert werden.

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Veröffentlicht

2024-06-12