„Ich will doch nur Lehrer:in werden!“ Oder: Was nützt die durch wissenschaftliches Schreiben erarbeitete Theorie der pädagogischen Praxis?

Autor/innen

  • Marina Märzinger Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

DOI:

https://doi.org/10.17883/pa-ho-2024-01-04

Schlagworte:

Theorie-Praxis-Problem, wissenschaftliches Schreiben, Professionskompetenz

Abstract

Im Zuge der ‚PädagogInnenbildung NEU‘ folgen Lehramtsstudien seit 01.10.2014 der Bologna-Struktur. Mit dieser Anhebung der Studiendauer verstärkte sich allerdings die De-batte um den Nutzen wissenschaftlicher Theorie für die schulische Praxis. Nicht selten wird die Ausbildungsdauer nicht nur moniert, sondern grundsätzlich infrage gestellt. Ziel dieses Beitrags ist es, mittels problemgeschichtlicher Rückversicherung das der Pädagogik inhärente ureigene Theorie-Praxis-Problem aufzuzeigen, um daraus einerseits Rückschlüsse für pädagogische Professionskompetenz ziehen zu können sowie andererseits den Mehrwert wissenschaftlichen Schreibens und Forschens in den Mittelpunkt zu rücken. Die empirische Untersuchung mittels qualitativer Experteninterviews soll den Nutzen wissenschaftlichen Arbeitens von Lehramtsstudierenden aufzeigen, aber auch Impulse für die mit dem Studienjahr 2025/26 anstehenden curricularen Umstrukturierungen liefern. Die Ergebnisse zeigen, dass gründliche wissenschaftliche Vertiefung zu einem veränderten (pädagogischen) Blick sowie einer forschenden Haltung führen. Kontingente Situationen pädagogischer Praxis und kindliches Verhalten werden dadurch nachvollziehbar(er) – was nicht zuletzt praxisrelevante Urteilsbildungen erleichtert. Neben mehr Professionskompetenz sind Kenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens insofern relevant, als Unterricht beforscht und positiv beeinflusst werden kann.

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Veröffentlicht

2024-06-12